Lesbos / Griechenland 7. Juni - 28. Juni 2000

Erneut betrat ich die grüne Insel mit ihren elf Millionen Olivenbäumen, verträumten Buchten und tiefen Schluchten. Es war, als ob ich sie erst einen Tag zuvor verlassen habe, obwohl es doch ein ganzes Jahr her war. Keine großen Veränderungen, alles vertraut. Auch, wenn ich 'nur' Tourist bin, konnten sich die Menschen, die ich im letzten Jahr kennen gelernt habe, gleich an mich erinnern und kamen auf mich zu, begrüßten mich wie einen alten Freund. Einige sprachen mich sogar mit dem Namen an. Für mich, der ich ein katastrophales Personengedächtnis habe, war allein das schon erstaunlich

Schöne Dinge passieren einem auf Lesbos. In Mandamados beispielsweise, einem Ort in den Bergen mit einem sehr sehenswerten Kloster, kam ich zufällig hinzu, wie in einer Taverne ein Pferdebesitzer mit dem Schmied das Beschlagen seines Pferdes feierte. Nachdem ich das Pferd samt Hufen eingehend erklärt bekam, wurde ich zur Feier eingeladen, es wurde gesungen und getanzt.

In Stipsi, einem kleinen Bergdorf, lief mir in einer kleinen Gasse eine sehr alte Frau entgegen. Sie fragte, ob ich Ausländer bin und bot sich sofort an, mir den Ort zu zeigen. Sie erzählte alles mögliche über den Ort und freute sich sichtlich, Fremde zu treffen, die sich für ihre Heimat interessieren.

Viele Lokale, in denen ich während meiner Aufenthalte auf der Insel öfter war, hatten am letzten Tag Abschiedsgeschenke. Ein kleines Fläschlein Ouzo hier, die passenden Gläser da. Am rührendsten war der Wirt der Strandbar Acapoulco in Anaxos, er schenkte mir zum Abschied seine Lieblings-CD.

Lesbos, ich komme wieder!


 

Hinter den Blüten lauert das MeerKalloniEin typisches Haus in PetraMolyvos
Im Hafen von Molyvos
Eine der vielen Kirchen von KalloniBlick von Petri
Skala Sikamias